«Hei, welche Kamera nutzt du»? Wahrscheinlich kennt jeder der seine Bilder veröffentlicht diese Frage nur zu gut. Ich gebe dabei auch sehr gerne Auskunft, allerdings weise ich, wie auch hier, darauf hin, dass ich es für mehr oder weniger irrelevant halte. Fast alle halbwegs modernen Kameras sind heute so gut, dass der limitierende Faktor nur selten die Kamera ist. Ich würde von mir jedenfalls niemals auch nur annähernd behaupten, meine Kamera voll auszureizen. Schau dir die absoluten Top Bilder von vor 10-15 Jahren an. Dann schaut, was für Kameras das waren und was deine Kamera heute kann. Oops, wenn die Kamera alleine entscheidend wäre müssten wir wohl alle die weltbesten Fotografen sein. Aber wir arbeiten ja daran 🙂 .

Trotzdem ist es spannend zu sehen, womit die anderen so unterwegs sind. Deshalb will ich hier auch meinen ersten Teil der «Meine Ausrüstung» Serie starten und aus meiner Ausrüstung kein Geheimnis machen. Es wird sicherlich hin und wieder eine Aktualisierung dazu geben.

Die Ausgangssituation ist so, dass ich Ende 2017 noch nicht ganz zwei Jahre intensiv an der Fotografie arbeite. Ausrüstungstechnisch hat sich im letzten Jahr einiges getan, Verbesserungspotential gibt’s natürlich immer.

Hier nun meine Ausrüstung, wie ich ins 2018 starte (die Links stammen als Partnerlinks von Amazon, damit ihr dazu gleich mehr Details lesen könnt):

Kamera

Im 2017 war ich Ausnahmslos mit der Nikon D7200 unterwegs. Die Kamera kam bei mir Ende 2016 als Ersatz für die D5100. Grund für den Wechsel war vor Allem die Bedienung. Die zusätzlichen Knöpfe und Rädchen machen alles deutlich einfacher.

Aktuell bin ich mit der Kamera sehr zu frieden. Die Megapixel sind für mich mehr als genug und auch sonst kann ich mich weder über die Farben, den Autofokus noch über die Bedienung beschweren.

Trotzdem ist der Gedanke irgendwann mal auf Vollformat zu wechseln da. Rationelle Gründe gibt es nur ein paar, vermutlich herrscht hier das «haben muss» Syndrom. Wobei etwas mehr Dynamik, bessere High-Iso Fähigkeiten und vor Allem das bessere Freistellungspotential sind schon Argumente. Die D850 wäre genial, liegt aber weit ausserhalb meines Budgets aktuell. Allerdings sind gebraucht D810 aktuell sehr attraktiv im Preis.

Langzeitbelichtung am Fluss. Mit der D7200 natürlich kein Problem.

Objektive

Mein Objektivpark hat sich auch in diesem Jahr etwas erweitert. Das ist aber der Punkt an dem es wohl noch am meisten Potential für Verbesserungen gibt. Aktuell nutze ich folgende:

Nikon 50mm 1.8

Da gibt’s nicht viel zu sagen. Klein, leicht und günstig. Einfach unschlagbar diese Linse. Ich mag Festbrennweiten um diesen Brennweitebereich sowieso und die 1.8er Blende ist natürlich hervorragend. Eine meiner am häufigsten Linsen auf der Kamera.

Tamron 17-50mm 2.8

Wenn mal etwas mehr Flexibilität gefordert ist, ist das genannte Tamron mein Werkzeug. Die Berichte im Internet lesen sich unterschiedlich, ich scheine jedoch ein sehr gutes Exemplar zu haben. Die Schärfe ist schon offen sehr akzeptabel und der Bildstabilisator hilft, wenn mal etwas weniger Licht hat. Eine deutliche Verbesserung zum vorher genutzten 18-55mm Kitobjektiv.

In letzter Zeit bemerkte ich vor Allem bei Landschaften hin und wieder starke Farbsäume, das muss ich noch weiter beobachten.

Tamron 90mm 2.8 Macro

Mein Makroobjektiv, welches ich auch gerne für Portraits nutze. Die Brennweite ist am APSC mit über 140mm schon ordentlich, aber ich mag das. Die Abbildungsleistung ist gut und der Bildstabilisator ermöglicht sogar teilweise gute Makros aus der Hand. Ich besitze hier jedoch nicht die aktuellste Version. Diese scheint nochmals etwas besser zu sein! Deshalb verzichte ich hier auf einen Link.

Tokina 11-20mm 2.8

Neu im Sommer dazu gekommen ist das Tokina 11-20. Das Objektiv überzeugt mich bis jetzt, auch wenn Langzeiterfahrungen noch ausstehen. Die 2.8er Blende ist fantastisch für die Fotografie in der Nacht. Hier kommt richtig Licht auf den Sensor! Auch sonst finde ich die Brennweite von 11-20 am APC hervorragend. Ich bin nach wie vor Begeistert. Du wirst hier sicher noch viele Bilder von mir sehen, bei welchen ich diese Linse einsetze.

Nikon 55-300mm

Das (bereits etwas in die Jahre gekommene) Nikon Zoom besitze ich bereits, seit ich meine erste DSLR benutzt habe. Eingesetzt wird das Objektiv heute nur noch selten. Wenn ich zum Beispiel mal Ausnahmsweise ich Zoo unterwegs bin oder ähnliches. Für Wildlife (zum Beispiel kleine Vögel oder ähnliches) sind mir die 300mm auch am Apsc zu kurz. Braucht man die 300mm nur 2-3 mal im Jahr aber durchaus eine günstige und vor allem auch sehr leichte Alternative. Hier gibt’s für mich aber noch Verbesserungspotential.

Pelikan aus dem Zoo. Trotz des günstigen Preises des Objektives ganz aktzeptabel.
Pelikan aus dem Zoo. Trotz des günstigen Preises des Objektives ganz aktzeptabel.

Tamron 70-200mm 2.8 erste Generation

Weiter ist kürzlich endlich ein 70-200mm 2.8 dazu gestossen, und zwar das von Tamron in der ersten Generation (Tamron 70-200 2.8 DI VC USD). Hier kann ich noch nicht viel dazu sagen, ausser dass ich es sehr mag, Portraits aus der Ferne zu schiessen. Bis jetzt bin ich zufrieden. Allerdings ist das Gewicht, dass mit dieser Linse an der Kamera hängt auf keinen Fall zu unterschätzen!

Am APCS ist natürlich die Brennweite von 200mm sehr lange für Portraits. Auch die Schärfetiefe bewegt sich bei Blende 2.8 in einem sooo kleinen Bereich, da gibt’s reichlich Ausschuss. Aber gerade wenn man sich etwas weiter entfernt aufhalten möchte (Pärchen, Kinder…) ists absolut toll!

Tamron 70-200mm f2.8 Schnappschuss

Software

Ich nutze einen Windowscomputer. Der Computer wurde leider nicht auf die Bildbearbeitung optimiert und weisst daher teilweise gewisse Schwächen in der Bildbearbeitung auf. Ein neuer Prozessor dürfte hier Abhilfe schaffen. Aber alles zu seiner Zeit.

Folgende Software nutze ich:

Lightroom Classic CC

Lightroom nutze ich zur Verschlagwortung und zur Bearbeitung meiner meisten Bilder. Bei der Bildbearbeitung wird von mir etwa 80% davon auch bereits in Lightroom erledigt. Die neusten Änderungen betreffend Abos und Kaufversion betreffen mich nicht gross, da ich bereits mit dem Abo unterwegs gewesen bin.

Photoshop CC

Photoshop nutze ich noch nicht so lange und arbeite mich da laufend weiter ein. Aber für ein paar Arbeiten ist es doch deutlich komfortable als Lightroom. Von den Möglichkeiten die einem geboten werden mal ganz zu schweigen.

Ich nutze bei den Adobe Produkten die CC Version, da ich so immer die neusten Funktionen habe. Aber noch wichtiger dabei ist, dass Photoshop so einfach bezahlbar ist 😉 Früher war das ja ein nur schwer aufzubringender Betrag. Heute kostet mich das Ganze etwas über 11 Euro im Monat.

WordPress

Für den Blog hier verwende ich WordPress. Es erleichtert mir die Arbeit doch schon um einiges, sich nicht um jede Codezeile kümmern zu müssen.

Blitzen

Zur Zeit nutze ich fürs Blitzen einen Nikon SB 700 Speedlight und einen Yongnuo 560 IV. Dank einem Yongnuo RF605C kann ich mit beiden Blitzen entfesselt blitzen. Beim Yongnuo brauche ich dann nicht einmal mehr einen Empfänger. Das funktioniert sehr gut.

Streichholz Makro mit genannter Blitzausrüstung aufgenommen.

Der Nikon nutze ich ab und zu auch als Aufsteckblitz und bounce den jeweils über die Decke. Wenns schnell gehen muss, zum Beispiel an einer Familienfeier, einfach die beste Lösung für mich.

Wird entfesselt mit einem oder zwei Blitzen gearbeitet nutze ich meistens passende Lampenstative und einen Durchlichtschirm oder neu auch eine Softbox. Dazu wird irgendwann noch ein Review folgen.

Ganz neu habe ich mir von Godox den X1 Auslöser zugelegt, um auch entfesselt TTL nutzen zu können. Ich kann dazu allerdings noch zu wenig berichten. Warum Godox und nicht Yongnuo? Es gibt einen tollen mobilen Studioblitz von Godox der bei mir auf der Wunschliste steht, dort könnte dann der X1 gleich verwendet werden.

Weiteres Zubehör

Ich werde hier bestimmt ein paar Details vergessen, trotzdem möchte ich kurz Auflisten was ich sonst noch meistens dabei habe.

Filter

Ich nutze aktuell zwei Schraubfilter, einmal in 8x und 1000x. Die Schraubfilter passen dank Step-up Ringe auf beinahe jedes meiner Objektive. Allerdings merke ich zunehmend, wie mühsam die Arbeit ist (Stichwort Fokussieren und wieder aufschrauben etc.).

Deshalb kommt die Tage das Steckfiltersystem von Haida dazu. Dies wird in 2018 auf Herz und Niere getestet werden!

Stativ

Das Giotto Stativ habe ich mir inklusive Kugelkopf für einen unschlagbaren Preis gebraucht auf Ricardo gekauft. Es tut aktuell seine Dienste. Den Kugelkopf habe ich noch mit einer Manfrotto Schnellwechselplatte versehen, das macht die Arbeit doch um einiges einfacher.

Hier brachte mir Weihnachten ebenfalls noch Erweiterung. Ein kleiner Gorillapod ist jetzt ebenfalls mit dabei. Diesen nutze ich mit einem kleinen Kugelkopf mit Schnellwechselplatte von Giotto. Der Praxistest steht jedoch noch aus.

 

Fernauslöser

Für das Auslösen der Kamera nutze ich beinahe ausschliesslich einen ultra günstigen aber super funktionierenden Infrarot Auslöser. Der machte bis jetzt noch nie Probleme. Ist sehr klein und kostet nur um die 5 Franken oder so.

Transport

Für den Transport verwende ich einen Lowepro AW 400. Der Rucksack schützt den Inhalt sehr gut und fasst eine Menge Material. Allerdings plane ich, das Ganze mit einer kleineren Messengerbag aufzurüsten. Teilweise ich der Rucksack einfach zu gross.

Batteriegriff

Seit kurzem verwende ich den Original Batteriegriff für meine Nikon D7200. Die ersten Einsätze haben mich begeistert. Sehr gutes Handling. Die Hand muss man sich beim Hochformat auch weniger verdrehen. Sobald ich im People Bereich unterwegs bin, kommt der jetzt unbedingt an die Kamera.

 

Nebst den genannten Gegenständen liegt natürlich noch weiterer Kleinkram in der Tasche, auf dem Schreibtisch, in der Kiste… eigentlich überall herum 😊 Zeit für ein reines Fotozimmer! Spass bei Seite, es ist schon unglaublich, was sich da nach und nach alles ansammelt. Gerne berichte ich euch aber hin und wieder über ein paar kleine Helferlein.

Du hast aktuell bestimmt auch das ein oder andere tolle Gadget zugelegt, welches gefällt dir dabei besonders?